Exkursion zur Raab mit Begleitung durch Ökologen und Informationsveranstaltung

Die West-Transdanubische Direktion für Wasserwesen und das Amt der Burgenländischen sowie das Amt der Steiermärkischen Landesregierung nahmen in gemeinsamer Zusammenarbeit an einer Exkursion zur Raab teil. Am ersten Tag wurde der österreichische Abschnitt, am zweiten Tag der ungarische Abschnitt der Raab in Begleitung eines Ökologen besichtigt.

Hauptziel des Projekts ist die Erreichung der grenzüberschreitenden Durchgängigkeit des Flusses im Hinblick auf das gesamte Einzugsgebiet der Raab und damit verbunden die Lösung von Hochwasserschutzaufgaben gemeinsam mit der Verbesserung des ökologischen Zustands. Wesentlich an der Durchgängigkeit des Flusses ist, dass Wasserlebewesen und Wassertouristen bei Wehranlagen zwischen den Flussabschnitten oberhalb und unterhalb des Wehrs durchgelangen können.

Im Rahmen des ungarischen Projektteils wird die Wehranlage Szentgotthárd erneuert. Ein Fischaufstieg wird errichtet, weiters eine Bootsrutsche, welche nach den Hoffnungen der Direktion auch zu einer Belebung des Tourismus an der Raab führen wird.

Die Exkursion wurde von der Direktion an drei Stationen organisiert: bei der Wehranlage Alsószölnök, für die noch Fördergelder benötigt werden und die ein noch zu lösendes Problem darstellt, bei der Wehranlage und dem Fischaufstieg Szentgotthárd, die sich bereits in Bau befinden, und bei der Wehranlage und dem Fischaufstieg Ikervár, welche bereits fertig gestellt wurden und gut funktionieren.

Bei der Exkursion konnten Fachleute für Wasserwesen, Vertreter unterschiedlicher Fachgebiete und Vertreter der Presse die in Bau befindliche Wehranlage Szentgotthárd besichtigen, wo Róbert Gaál, der beauftragte stellvertretende Direktor, eine Pressekonferenz gab.

Bei der Besichtigung der zweiten Station der Exkursion, der Wehranlage Alsószölnök, welche als mögliches zukünftiges Projekt vorgestellt wurde, konnten die Interessenten die Wichtigkeit des Umbaus veralteter Wehranlagen und des Baus von Fischaufstiegen sehen.

Als dritte Station bot die bereits fertig gestellte Wehranlage Ikervár den Beteiligten einen beeindruckenden Anblick sowie die Erfahrung der positiven Wirkung, die ein erfolgreich realisiertes Projekt auf die Umwelt und Tier- und Pflanzenwelt hat.

Die fachlichen Erfahrungen der beiden Tage brachten beiden Seiten nützliche Informationen, welche in Zukunft auch im Rahmen anderer Projekte verwendet werden können.

Das im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Kooperation Österreich-Ungarn 2007-2013 (AT-HU ETZ) realisierte und von der Europäischen Union und vom Staat Ungarn mit EUR 1.193.000 geförderte Projekt Szentgotthárd wird im März nächsten Jahres beendet sein.